Gartenbau

Rassekleintierzüchterverein

mit Tier- Natur- und Umweltschutz,

Obst- und Gartenbau

E13 Ostermiething und Umgebung

unser Motto

„ERHALT DER VIELFALT“

Obst und Gartenbau

Seit mehr als 15 Jahren beschäftigen wir uns als Rassekleintierzüchter auch intensiv mit Obst und Gartenbau. Unser Interesse gilt dem biologischen Anbau von Gemüse, Salaten, Kräutern, Tomaten, Kürbissen und allem was man zur Ernährung seiner Familie im eigenen Garten anbauen kann.

Ein besonderes Anliegen ist für uns die Pflege und der Erhalt der Obstbäume. Wir versuchen alte und regionale Sorten zu erhalten und wieder zu verbreiten. Durch den richtigen Schnitt können auch alte Bäume wieder richtig wachsen und Früchte tragen. Wir bieten an, sie beim Baumschnitt zu unterstützen oder sie lernen es selbst bei einem unsere Pfelz- und Baumschneidekurse. Zu unseren Mitgliedern gehören Hobbygärtner, Landwirte und auch Spezialisten mit 50 verschiedenen Sorten Knoblauch und 65 Sorten Tomaten.

Am vierten Wochenende im November stellen wir neben unseren Rassekleintieren auch unsere Gemüse- und Obsterzeugnisse aus. Meist haben wir dort über 100 verschiedene Apfelsorten und einige Birnsorten.

Wir treffen uns regelmäßig am zweiten Sonntag im Monat (außer im Mai) um 10 Uhr im Gasthaus Brunner (Familie Peterlechner) in Tarsdorf. Dort können Erfahrungen und auch Pflanzen und Samen ausgetauscht werden.

Auch Nichtmitglieder sind bei uns herzlich willkommen.

Fachwart:

Manfred Kaufleitner

Ostermiething

Fachwart:

Wolfgang Mayr

Ostermiething

0664 1368142

Josef Maier hat gemeinsam mit Laurenz Wimmer in den letzten 12 Jahren unsere Sparte Obst- und Gartenbau als Fachwart und als Stellvertreter betreut. Beiden ist zu verdanken das die anfangs kleine Obst- und Gemüseausstellung im laufe der Jahre zu der allseits gelobte Ausstellung wurde. Jedes Jahr aufs neue haben sie Mitglieder und Unterstützer des Vereins dazu animiert Obst und Gemüse für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Josef Maier hat in den letzten Jahren vielen Mitgliedern des Vereins in Gartenfragen beraten, gezeigt wie man Bäume schneidet oder veredelt. Er hat auch so machen alten Baum durch einen richtigen Schnitt erhalten können und durch seine Erfahrung im veredeln einige alten Sorten wieder verbreiten können. Wir danken Josef Maier und Laurenz Wimmer für Arbeit der letzten Jahre und wünschen beiden alles Gute.

Manfred Kaufleitner und Wolfgang Mayr werden die Sparte jetzt betreuen.

Wir wünsche für die neuen Aufgaben alles Gute.

Für ihre langjährige Arbeit als Fachwart und Stellvertreter im Bereich Obst- und Gartenbau wurden Josef Maier und Laurenz Wimmer 2016 zu Ehrenmitliedern ernannt. Für ihre unermüdliche Arbeit für unseren Verein und der Erhalt und die Pflege von alten und regionalen Obst- und Gemüsesorten wollen wir hier noch einmal herzlich danken. Unsere jährliche Obst- und Gemüseausstellung im Herbst verdankt Josef Maier und Laurenz Wimmer die schöne Präsentation unserer Erzeugnisse.

Wir sind froh das wir Mitglieder mit so viel Erfahrung in unserer Mitte haben und hoffen dass sie uns noch lange erhalten bleiben.

Obst des Jahres

Uns liegen regionale und alte Sorten sehr am Herzen und wollen deshalb diese hier vorstellen. Die Österreichische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Streuobstbaus und zur Erhaltung obstgenetischer Ressourcen (ARGE STREUOBST) wählt jedes Jahr eine Sorte zur Streuobstsorte des Jahres. Diese Sorte haben wir im letzten Jahr hier vorgestellt:

Außerdem wollen wir hier auf ein Projekt vom Naturschutzbund Österreich hinweisen.

In „Natur des Jahres“ präsentiert der Naturschutzbund eine Liste der Arten des Jahres für Österreich. Verschiedene Organisationen wählen Tiere und Pflanzen als Art des Jahres.

Nähere Informationen und Bilder finden Sie hier:

Streuobstsorte des Jahres 2019

Roter Spenling

 

Die Österreichische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Streuobstbaus und zur Erhaltung obstgenetischer Ressourcen (ARGE STREUOBST) hat den "Roter Spenling" zum Botschafter der Vielfalt für 2019 gewählt.

 

Der „Roter Spenling“ gehört zur Pflaumenfamilie der Spenlinge und damit zu den so genannten „Primitivpflaumen“. Als Primitivpflaumen werden Sorten bezeichnet, die den Wildpflaumen noch sehr nahe stehen und bestimmte ursprüngliche Merkmale aufweisen, wie z.B. dass sie aus

Wurzelaustrieben oder Kernen vermehrt werden können (wurzel- und kernechte Sorten).

 

Der Name Spenling (in Deutschland Spilling) leitet sich vom lateinischen „spilingum“ für Spindel ab. Bei den Spenlingen handelt es sich um Pflaumensorten, die längliche Früchte mit schmalen, an beiden Enden zugespitzten Fruchtsteinen (Kerne) haben. In der Literatur sind eine Reihe von Spenlingen / Spinllingen beschrieben. In Österreich kommen heute noch „Gelber Spenling“ und „Roter Spenling“ vor, wobei die letztere Sorte extrem selten und stark existenzgefärdet ist.

Einige wenige Bäume gibt es noch in Oberösterreich und in Tirol kommt noch ein blau-rot gefärbter „Spänling“ vor, der nicht mit dem „Roten Spenling“ ident ist.

 

Es ist eine wahre Freude, die hellroten und hellblau bereiften, angenehm duftenden Früchte des

„Roten Spenling“ an den Bäumen hängen zu sehen und mit allen Sinnen wahrzunehmen. Die ca.

3 cm langen Früchte mit gelborangen Fruchtfleisch, sind in der Vollreife saftig, angenehm säuerlich und meist steinlösend und vor allem für die Verarbeitung zu Marmeladen und Edelbränden geeignet.

Die Frucht reift Anfang bis Mitte August und ist im Kühlschrank einige Tage lagerfähig.

Der „Rote Spenling“ wurde früher auch als Veredelungsunterlage für Tafelpflaumen verwendet.

Roter Spenling - Pomologische Beschreibung

(Dr. Siegfried Bernkopf)

 

Frucht: (Beschreibung nach Fruchtmustern eines ca. 10-jährigen Halbstammbaumes aus Wurzelausläufern, Standort Bad Schallerbach, Oberösterreich)

Größe: klein, 30 - 33 mm hoch, 23 - 25 mm breit, 21 – 24 mm dick; 8 - 12 g schwer.

Fruchtform: länglich oval, mittelbauchig, gleichhälftig; Querschnitt rundlich bis breit elliptisch; Stempelpunkt klein, grau, in flachem Grübchen sitzend.

Fruchthaut: glatt, dünn, leicht abziehbar, säuerlich, mittelstark duftend, dünn hellblau bereift;

Farbe hellrot bis rot; Lentizellen zahlreich,

sehr klein, dunkelpurpur, nicht auffällig.

Fruchtfleisch: gelborange, mittelfest, saftig bis

mäßig saftig, angenehm säuerlichsüß,

mittelstark gewürzt; vollreif meist steinlösend;

80 - 85° Öchsle / 16,4 - 17,5° KMW.

Fruchtstein: sehr schmal länglichoval,

beidseitig zugespitzt.

Stielgrube: eng, flach.

Stiel: mittellang (22 – 30 mm), sehr dünn,

hellgrünlich.

Erntereif: Anfang bis Mitte August,

Lagerfähig im Kühlschrank einige Tage.

Verwendung: primär für Küche und Verarbeitung

(Destilat, Marmelade etc.)

Baum: Wuchs mittelstark, Krone pyramidal bis

hochkugelig; Sommertriebe dunkelviolett und

behaart; Blattunterseite und Blattstiele stark

behaart; mehrjährige Triebe teils bedornt;

Krankheitsanfälligkeit gering, scharkatolerant.

 

Informationen von:

 (Text: F. Aschauer & S. Bernkopf, Fotos: S. Bernkopf)

E13

Rassekleintierzüchterverein Ostermiething und Umgebung